Brittas Lieblingsmarkt auf dem Moltkeplatz in Hannover

Regionales Einkaufen wird ja im Moment ganz groß geschrieben. Auch mir ist es ganz wichtig, zu wissen, woher meine Produkte kommen, und dass sie auch wirklich zur richtigen Saison angeboten werden.

Darum ist mein liebster Einkaufsort der kleine Bauernmarkt im Hannoveraner Stadtteil „List“ auf dem Moltkeplatz. Am liebsten bummele ich am Samstagmorgen durch die Reihen der Stände- einer toller bestückt als der andere. So läute ich mein Wochenende ein- dieser Bummel ist für mich zur geliebten Routine geworden.

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Hier weiß ich, woher mein Obst und mein Gemüse kommen und erhalte die tollsten Tipps. Auf „meinem“ Markt sind die Verkäufer wirklich großartig- sie kennen ihren Stand wie ihre Westentasche. Sie können mir sagen, wie lange sich dieses oder jenes Produkt halten wird, ob die Saison noch anhält oder bald zu Ende ist, und geben mir Aufbewahrungstipps.

Mir ist aufgefallen, dass Marktverkäufer viel liebevoller mit ihrer Kundschaft umgehen- selbst wenn sie bei strömendem Regen einen ganzen Vormittag draußen stehen müssen. Sie lieben das, was sie tun, und das kann man an jeder der wundervollen Samstagmorgen Unterhaltungen sehen!

Meine besten Rezepte erhalte ich auf dem Wochenmarkt. Nicht nur von den Verkäufern- nein oft sind auch die anderen Kundinnen und Kunden in der Warteschlange zu einem Plausch bereit. So bereite ich schon seit zehn Jahren mein Tzaziki nach dem Rezept eines Persers zu, der an einem Stand einer älteren Dame neben mir stand. Sie bot ausschließlich selbst gezogene Minze in dicken, saftig grünen Sträußchen an. Daraufhin sagte der Herr mir, das gehöre doch unbedingt in ein vernünftiges Tzaziki! Ich war total baff. Habe daraufhin gleich zwei Sträußchen gekauft und seitdem gibt es bei uns kein Tzaziki mehr ohne Minze.

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Und dann diese Bilder! Dicke Kürbisse lassen die Tische unter ihrem Gewicht ächzen. Tomaten zeigen ihre saftigen, roten Bäckchen. Wirsingköpfe sehen aus wie überdimensionale wunderschöne Blüten und Grünkohl macht Lust auf ein deftiges Mittagessen. Bunt und ausgelassen- so ist mein Markt.

Und nicht selten habe ich beim Heimkehren Obst oder Gemüse in meinem Einkaufskorb gefunden, die nicht auf meinem Einkaufszettel standen. Einfach, weil sie so hübsch waren, gut rochen, oder einen spannenden Namen hatten. Daraus entstehen dann oft die schönsten, neuen Rezepte. Denn genau diese unbekannten, neuen Dinge inspirieren mich und machen mich besonders kreativ.

Vieles davon wandert ins Einwegglas und erfreut uns dann in der Zeit, in der es wenig frisches Gemüse und Obst gibt, noch mit Sommer oder Herbst Aromen. Und wenn man beim Essen die Augen schließt, dann sieht man den bunten Markt mit all seinem Trubel wieder….

Plant ihr euren nächsten Besuch nun auch auf einem Wochenmarkt? Findet weitere interessante Märkte und Hofläden bei uns unter http://www.3glocken.de/genuss-pfade/.

 

 

 

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